15. November 2023 • 3 Min. Lesezeit

Restschuldversicherung

Wer „erbt“ die noch nicht beglichenen Verbindlichkeiten des verstorbenen Kreditnehmers? In der Regel das Familienmitglied in der Rechtsnachfolge des Erblassers. Es gibt aber eine Möglichkeit, um seine Hinterbliebenen gegen solch ein Erbe abzusichern: Die Restschuldversicherung. In diesem Beitrag erfährst du, ob und wann diese Art der Absicherung wirklich sinnvoll ist.

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Die Kreditausfallversicherung begleicht die Schulden

Eine Restschuldversicherung schließen Kreditnehmer ab, um im Todesfall nichts dem Zufall zu überlassen. Mit der Verringerung der noch offenen Kreditsumme reduziert sich in der Regel auch die Versicherungssumme. Die Kredit-Lebensversicherung springt in oben genannten Fällen ein, und begleicht die Restschuld.

In vielen Fällen gewähren Kreditgeber ein Darlehen nur mit zeitgleichem Abschluss einer Restschuldversicherung. Weitere Informationen in unserem Beitrag zur „Kreditausfallversicherung“.

Drei Arten der Restschuldversicherung

Es gibt drei gängige Arten der Restkreditversicherung:

  • Ablebensversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Vorteile einer Restschuldversicherung

  • Weiterzahlung der monatlichen Raten bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit
  • Tilgung der Restkreditsumme im Todesfall
  • Absicherung der Hinterbliebenen
  • Sicherheit für den Kreditgeber
  • Beeinflusst die Bank bei der Freigabe eines Kredits positiv

Nachteile einer Restschuldversicherung

  • Die Restschuldversicherung kann je nach individueller Voraussetzung teuer werden, bspw. wenn man erhöhte gesundheitliche Risiken aufweist

Worauf man beim Abschluss einer Restschuldversicherung achten sollte

Welche Zahlungsfristen werden dem Versicherer vertraglich eingeräumt?

Es kommt vor, dass sich der Versicherer Fristen bis zu drei Jahren einräumt. Gut für den Versicherer. Aber schlecht für den Versicherungsnehmer. Eine solch verlängerte Frist führt im Bedarfsfall zu langen Wartezeiten, die durch den Versicherungsnehmer anderweitig überbrückt werden müssen.

Wurde die Kreditausfallversicherung gemeinsam mit dem Darlehen ohne vorangegangene Beratung angeboten?

Vor Vertragsabschluss sollte eine Beratung und eine genaue Aufschlüsselung der entstehenden Kosten stattfinden!

Besitzt man bereits eine Risikolebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeits-versicherung?

Dann ist man bereits gut abgesichert. Ein Doppelabschluss ist unnötig. Auch der Besitz von zwei oder mehr Restschuldversicherungen ist nicht zielführend.

Benötigt man wirklich eine Restschuldversicherung?

Ob eine Restschuldversicherung von seiten der Bank benötigt wird, liegt meist an den internen Vorgaben des Instituts und der Bonität des Kunden. Für sich selbst sollte man eine solche Versicherung immer dann in Erwägung ziehen, wenn es Hinterbliebene geben kann, die den Kredit nicht alleine bezahlen können.

Wann ist der Abschluss einer Restschuldversicherung dennoch sinnvoll?

Bei Hypothekarkrediten sinnvoll:

Grundsätzlich steht es den Hinterbliebenen frei, ein Erbe anzutreten oder nicht. Das bedeutet, wenn der Verstorbene mehr Schulden als Vermögen hinterlässt, kann das Erbe abgelehnt werden.

Allerdings ist das nicht hilfreich, wenn die Hinterbliebenen in der selben Immobilie leben, die noch nicht ausbezahlt wurde. Gehen nämlich Verbindlichkeiten auf erbberechtigte Hinterbliebene über, die sich die Übernahme des Kredits nicht leisten können, veräußert die Bank das Haus. Damit sind dann zwar die Schulden weg – das gemeinsame Haus aber auch.

FAQs

Wie sinnvoll ist eine Restschuldversicherung?

Wenn es Hinterbliebene gibt, die den Kredit im Fall der Fälle alleine bezahlen müssten, ist eine Restschuldversicherung sehr sinnvoll. Sie übernimmt die ausstehenden Kreditkosten. Auf Wunsch kann die Summe auch erhöht werden, um die Hinterbliebenen zusätzlich abzusichern.

Wie viel kostet eine Restschuldversicherung?

Die Kosten der Versicherung hängen von der Versicherungssumme (also der abgesicherten Kreditsumme) und dem Risiko des Versicherten ab. Dazu zählen das Alter, die gesundheitliche Vorgeschichte und Risikofaktoren wie Exremsportarten.

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