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Baufinanzierung

Information ist alles. Auch in punkto Baufinanzierung. Der Traum vom Eigenheim kann in den meisten Fällen nur mit Hilfe einer Finanzierung erfüllt werden. Sie bleibt aber eine Entscheidung, die nicht von heute auf morgen getroffen werden sollte. Immerhin begleitet sie dich je nach gewählter Laufzeit einen großen Teil deines Lebens.

Bei uns ist guter Rat nicht teuer. Wir beraten umfassend über deine Möglichkeiten bei der Immobilien- und Baufinanzierung. Experten in ganz Österreich helfen dir, gleich im Vorhinein Fehler zu vermeiden und die individuell beste Finanzierung zu ermitteln.

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Das wichtigste in Kürze

  • Zwischenfinanzierung nutzen – Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, man müsse die Baufinanzierung schon abbezahlen, während man noch in der Bauphase ist. Mit einer klugen Zwischenfinanzierung bleiben die monatlichen Kosten im Rahmen.
  • Angebote vergleichen und Kreditvertrag prüfen lassen – Wer sich für das erstbeste Angebot entscheidet, zahlt unter Umständen drauf. Die Differenz kann sich leicht auf einige Tausend Euro belaufen. Daher unbedingt mehrere Angebote einholen und vor Unterschrift den Kreditvertrag prüfen lassen. Oder gleich bei OPTIFIN anfragen und wir erledigen den Rest für dich.
  • Leistbarkeit und Spielraum berechnen – Der erste Schritt zur optimalen Baufinanzierung ist die korrekte Berechnung der maximal leistbaren Rate und des angemessenen Spielraums für das Bauprojekt. Wir unterstützen dich dabei gerne unverbindlich und kostenlos.

Top Konditionen für deine Baufinanzierung

Die Konditionen für Baufinanzierungen unterscheiden sich am österreichischen Markt nicht nur durch die Angebote der Banken und Bausparkassen. Je nach Region und individuellem Projekt unterscheiden Kreditgeber sehr stark und erstellen Angebote mit gravierenden Unterschieden. Tatsächlich vergeben sogar Filialen von großen Banken gänzlich eigene Angebote.

Für Kreditnehmer ist es daher so gut wie unmöglich, das optimale Finanzierungsangebot zu finden. Wir von OPTIFIN unterstützen dich gerne ohne zusätzliche Kosten dabei. Unsere Finanzierungsspezialist/innen kennen die regionalen Banken ganz genau und wissen so schon im vorhinein, wo du das optimale Angebot erhältst.

Unser Versprechen

Zinsentwicklung in der Vergangenheit

Wir befanden uns lange Zeit in einer ausgesprochenen Niedrigzinsphase. Die EURIBOR Zinsen, nach denen sich die Baufinanzierungen in Österreich orientieren, sind im Jahr 2015 unter 0 % gefallen.

Um den Finanzmarkt stabil zu halten, verschärft die Österreichische Nationalbank ab Mitte 2022 jedoch die Vergabekriterien für Baufinanzierungen. Auch die Zinskonditionen steigen an. Durchschnittlich beläuft sich die Erhöhung auf 0,375 bis 0,5 Prozentpunkte, Tendenz steigend. Dennoch befinden wir uns derzeit noch in einer günstigen Zeit, um eine Baufinanzierung abzuschließen.

3meuribor-historieWie weit sie steigen können zeigt der Blick in die Jahre 2000, 2007 und 2008. Der 3M Euribor stieg hier jeweils auf über 5%. Gemeinsam mit den Bankenaufschlägen ergaben sich so je nach Bonität Effektivzinssätze weit jenseits der 7% Marke.

Zur Einordnung ein Vergleich:
Finanzierungssumme € 250.000,- auf 25 Jahre:

  • aktuelle Rate € 945,16 (eff. Zins 1,02 %)
  • 2008 Rate € 1.820,- (eff. Zins 7 %)

Im Vergleich zu 2008 bezahlt man aktuell also nach wie vor in etwa die Hälfte der monatlichen Rate für dieselbe Finanzierungssumme!

Baufinanzierungsrechner

Gerade bei einer Baufinanzierung heißt es: Übersicht bewahren! Deshalb sollte man zunächst eine detaillierte Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben des Haushalts anfertigen. Dadurch wird ersichtlich, wie hoch eine Kreditrate ausfallen kann, um leistbar zu bleiben. Im nächsten Schritt sollten auch die Kosten des geplanten Projekts so genau wie möglich berechnet werden. Aber Achtung: Anfallende (Bau-)Nebenkosten nicht vergessen!

Folgende Rechner können dir bei den Berechnungen behilflich sein:

  • Haushaltsbudgetrechner – hilft bei der Berechnung der maximal monatlich leistbaren Rate
  • Hauskostenrechner – hilft die Baukosten bei Massiv- oder Fertigteilhaus zu berechnen
  • Nebenkostenrechner – hilft die anfallenden Nebenkosten bei Kauf und Finanzierung einer Immobilie zu berechnen

Und der klassische Baufinanzierungsrechner, um die Rate oder Finanzierungssumme zu berechnen:

KREDITRECHNER
RATE BERECHNEN
FINANZIERUNGSSUMME BERECHNEN
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EUR
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Laufzeit
Jahre
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Zinssatz (p.a.)
%
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%
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EUR
UNVERBINDLICHE ANFRAGE STELLEN
Repräsentatives Rechenbeispiel
Kreditvertrag mit einem Kreditbetrag von EUR 200.000,- besichert mit einer Hypothek Laufzeit 30 Jahre | Gesamtbetrag zu zahlen EUR 236.250,99

Gesamtkreditbetrag (tatsächlicher Auszahlungsbetrag) EUR 192.227,-
Kreditlaufzeit 30 Jahre = 360 Monate
Sollzinssatz 1,125 % p.a.*)
Bearbeitungsspesen EUR 6.000,- **)
Grundbucheintragungsgebühr EUR 2.880,- ***)
Monatliche Kreditrate EUR 656,25
Effektiver Jahreszinssatz 1,400%
Gesamtbetrag zu zahlen EUR 236.250,99

*) Kondition: abhängig von Bonität, Volumen, Laufzeit, Verwendungszweck und Besicherung.
**) Einmalig 3% vom Kreditnominale.
***) Einmalige Gebühr: 1,2% vom Kreditnominale zzgl. 20% Nebengebührensicherung. Der Kreditvertrag ist durch ein grundbücherliches Pfandrecht zu besichern. Stand: 1. November 2017

Der Zinssatz für die individuellen Finanzierungsprojekte von mehr als 50% der Realfinanz Kunden läge unter Berücksichtigung der zu Grunde liegenden Sollzinsbindung und Annahmen aktuell bei 1,125% p.a. Sollzinssatz bzw. 1,400% p.a. effektiver Jahreszinssatz. Die Ermittlung des effektiven Jahreszinssatzes erfolgte mit folgenden Parametern: Rückzahlung in 360 monatlichen Pauschalraten; 3% Bearbeitungsgebühr bzw. Vermittlungsvergütung des nominalen Kreditbetrages; Grundbuchseintragungsgebühr 1,2% vom Kreditnominale zzgl. Nebengebührensicherstellung, Schätzgebühr EUR 399,00; Beurkundungsgebühr EUR 450,00 (gibt es eigentlich fast nirgendwo mehr); Legitimationsentgelt EUR 90,00; Abfrage KSV und GB Auszug je € 28,00. Sämtliche Werte in der Berechnung verstehen sich als unverbindliche Richtwerte und sind von Bonität, Volumen, Laufzeit, Verwendungszweck und Besicherung abhängig.

So funktioniert eine Baufinanzierung mit OPTIFIN

  1. Nach deiner unverbindlichen Anfrage meldet sich einer der OPTIFIN-Finanzierungsspezialist*innen so schnell wie möglich bei dir, um ein erstes, ganz unverbindliches Finanzierungsgespräch mit dir zu vereinbaren.
  2. In dem Gespräch geht es dann vor allem um zweierlei: Um dich und um dein Bauprojekt! Nachdem die Rahmenbedingungen geklärt sind, arbeitet dein OPTIFIN-Finanzierungsberater ein individuelles Finanzierungskonzept für dich aus. Dabei schnüren wir dein optimales Finanzierungsangebot aus Angeboten von über 80 Banken und Bausparkassen in Österreich.
  3. Unser Service endet nicht bei Zusage der ausgewählten Bank oder Bausparkasse. Wir begleiten dich weiterhin auf deinem Weg zu Förderungen und zur Kreditvertragsunterzeichnung.

Wir sind also dein Partner für eine optimalen Baufinanzierung – unabhängig von Banken und ohne zusätzliche Kosten. Unsere Finanzierungsspezialist*innen erhalten ihr Honorar von der Bearbeitungsgebühr, die bei der Bank ohnehin fällig ist.

Tipps für die optimale Baufinanzierung

Den finanziellen Spielraum berechnen

Wir empfehlen, dass du dir schon vor dem ersten Gespräch mit einem Finanzierungsspezialisten Gedanken über dein persönliches Budget machst. Berechne deinen finanziellen Spielraum und rechne dir ausreichend Reserven für alltägliche Ausgaben ein. Setze dann ein maximal leistbares Budget für die Baufinanzierung fest.

Dazu gibt es mehrere Vorgehensweisen. Es ist durchaus sinnvoll, zwei oder mehrere Methoden zur Berechnung durchzuführen:

  • Kontrolle der Kontoauszüge der letzten 12 Monate
    Nach Abzug der Miete bzw. aktueller Wohnkosten vom verfügbaren Einkommen erhält man einen ersten guten Überblick über den finanziellen Spielraum.
  • Haushaltsbudgetrechner
    Mithilfe des weiter oben verlinkten Haushaltsbudgetrechners werden die Kosten in etwa so erfasst, wie das die Banken bei der Bonitätsrechnung durchführen. So erhält man einen zweiten Blick auf die eigenen Finanzen. Man sollte hier jedoch zumindest 20% monatliches Budget für alltägliche Ausgaben übrig lassen.
  • Kreditrate
    Es gibt mehrere Faustregeln zu diesem Thema, im Detail gibt es im Beitrag „Wie viel Kredit kann ich mir leisten“ mehr Infos dazu. Die einfachste: maximal ein Drittel der monatlichen Einnahmen sollten für die Finanzierung aufgewendet werden. Neue Auflagen der Österreichischen Nationalbank besagen, dass die Kreditrate ab Jahresmitte nur noch maximal 40 % des monatlichen Nettoeinkommens ausmachen darf.

Die Summe, die man nun erhält, überträgt man am besten in den ebenfalls oben verlinkten Wohnkreditrechner und erhält damit die maximale Rate je nach gewünschter Laufzeit. Üblich sind Laufzeiten von 25 bis 30 Jahren.

Spielraum für Unvorhergesehenes lassen

Bauherren machen nicht selten den Fehler, zu knapp zu kalkulieren. Die Baukosten sind gerade im vergangenen Jahr enorm gestiegen. Kein Wunder, dass da das Budget knapp wird. Doch mit dem maximal verfügbaren Betrag zu kalkulieren, kann böse Folgen haben. Es ist nicht unüblich, dass in einzelnen Bauphasen noch unerwartete Mehrkosten auftauchen. Der Kauf einer Wohnung oder eines fertig gebauten Hauses, ist natürlich rechnerisch viel einfacher zu erfassen als ein Bauprojekt, das immer wieder neue Entscheidungen und Fragen aufwirft.

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Finanzexperte Wilhelm Schantl im Gespräch zum Thema Baufinanzierung

Unsere Finanzierungsspezialist*innen empfehlen nach allen Kostenvoranschlägen und Angeboten noch einmal zusätzlich 10 % bis 20 % des Gesamtbudgets für Unerwartetes zu kalkulieren. Je ausgefallener ein Bauprojekt ist, desto höher sollte der Polster berechnet werden.
Es ist nicht ohne Weiteres möglich, einen bestehenden Kreditvertrag zu erweitern. Der Vertrag beläuft sich auf eine bestimmte Summe und alles, was darüber hinaus benötigt wird, muss neu aufgenommen werden.
Dies ist besonders schwierig, weil dann ja die Bank des ersten Kredits bereits mit einem Pfandrecht an erster Stelle im Grundbuch eingetragen wurde. Doch keine Sorge – auch bei der Ermittlung der richtigen Kreditsumme stehen wir mit Rat und Tat zur Seite.

Förderungen berücksichtigen

Nicht zu unterschätzen ist die Förderstruktur von Gemeinden und Ländern beim Thema Wohnbau. Wer das erste Mal ein Haus baut, kann auf die „Hausstandsgründung“ zurückgreifen. Dies ist eine von vielen Fördermöglichkeiten beim Bau eines Eigenheims.

Bei den gängigen Landesdarlehen bzw. Wohnbauförderungen gibt es je nach Bundesland große Unterschiede. Die Modalitäten können sich auch jedes Jahr ändern.

Wir berücksichtigen die entsprechenden Förderungen samt möglichen Rückzahlungen in unserem individuellen Finanzierungskonzept. So entsteht von Beginn an Planungssicherheit bezüglich Gesamtbudget des Bauvorhabens und Ratenzahlungen.

Die benötigten Eigenmittel

Laut Vorgaben der Österreichischen Nationalbank müssen Kreditnehmer ab Mitte des Jahres 20 % der Gesamtkosten (inkl. Nebenkosten) in Form von Eigenkapital selbst stellen können. Als Eigenmittel muss nicht immer das Sparbuch gezählt werden, vor allem im Bereich der Versicherungen gibt es viele Produkte, die in ein ganzheitliches Finanzierungskonzept integriert werden können. Auch ein Wertpapierdepot kann in gewissen Maßen verpfändet und als Sicherheit für die Bank herangezogen werden. Und selbst Eigenleistung oder ein bestehendes Grundstück werden als Eigenmittel gewertet.

Wie das jeweilige Finanzierungsinstitut die Eigenleistung im Detail ansetzt, ist immer individuell zu besprechen.

 

Warum benötigt die Bank Eigenmittel?

Die Eigenmittel des Kreditnehmers dienen der Risikobegrenzung. Ein Bauprojekt besteht immer aus mehreren Kostenpunkten:

  • Grundstück samt Aufschließung
  • Baukosten
  • Kaufnebenkosten (Grundbuch, Kaufvertrag, etc.)

Die Bank kann sich nun mit maximal 100% des geschätzten Wiederverkaufswertes in das Grundbuch eintragen. Es bleiben also zumindest die Kaufnebenkosten übrig.

Alternativ kann eine zweite Immobilie verpfändet werden. Dann trägt sich die Bank ebenfalls in das Grundbuch dieser bestehenden Immobilie ein.

Die richtige Laufzeit ermitteln

Wenn die benötigte Kreditsumme und die monatliche Zahlungsfähigkeit bekannt sind, kann man daraus die Laufzeit ermitteln. Wir empfehlen in den meisten Fällen, die Wahl einer möglichst langen Laufzeit.

Warum ist einfach erklärt: Mit einer langen Laufzeit und der daraus resultierenden niedrigeren Rate bleibt mehr Spielraum. Was die Zukunft bringt und wie sich das Haushaltseinkommen der Kreditnehmer entwickelt, weiß man im Vorfeld nicht. Die Differenz, die man sich zur kürzeren Laufzeit hätte leisten können, kann parallel angespart werden. Dieser Finanzpolster kann dann in regelmäßigen Abständen zur Sondertilgung verwendet werden oder er steht für Notfälle zur Verfügung.

Bei variablen Krediten ist die vorzeitige Rückzahlung jederzeit und in jeder beliebigen Höhe möglich. Bei Fixzinskrediten beziehungsweise in der Fixzinsphase kann man in den meisten Fällen auch vordefinierte Beträge als jährliche Sondertilgung einzahlen. 1% der Kreditsumme sind hier gängig.

Grundsätzlich gilt: In einer Niedrigzinsphase wie jener, in der wir uns derzeit befinden, sind lange Kreditlaufzeiten mit fixem Zinssatz empfehlenswert. In einer Hochzinsphase hingegen empfehlen Expert*innen Finanzierungen mit kürzeren Laufzeiten und variablen Zinsen. Von einer Hochzinsphase spricht man übrigens ab einem Zinssatz von 6,5 %.

Die optimale Absicherung für die Baufinanzierung

Die Absicherung einer eigenen Immobilie und der meist dazugehörigen Finanzierung ist weniger kompliziert als sich das viele vorstellen.

Ein Risiko das in jedem Fall abgesichert werden sollte, ist das der Hinterbliebenen im Falle des Ablebens eines der Kreditnehmer. Dabei handelt es sich um die Ablebensversicherung (auch Risikoversicherung oder einfach Lebensversicherung genannt). Diese bezahlt meist den aushaftenden Teil des Kredites. Bei zwei Kreditnehmern, die den Kredit zu gleichen Teilen bezahlen, ist es üblich je 50% der Kreditsumme zu besichern. So ändert sich im Falle des Falles nichts an der Rate für den übrig gebliebenen Kreditnehmer.

Weitere Risiken die man absichern kann:

  • Gebäudeversicherung (umfasst Substanz des Gebäudes, Mauern & Zäune, Carports, Wintergärten etc.)
  • Haushaltsversicherung (umfasst den Hausinhalt)
  • Bauherrenversicherung (für die Bauphase)
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Welche Versicherungen infrage kommen, ist je nach Einzelfall zu entscheiden. Man soll kapitale Risiken beachten, sich aber auch nicht „überversichern“.

Wann eine fixe Verzinsung sinnvoll sein kann

Im allgemeinen richten sich Zinsen für Baufinanzierungen nach dem EURIBOR, bei Banken ist das fast ausschließlich der 3 Monats EURIBOR, bei Bausparkassen der 12 Monats EURIBOR.

Für den Kreditnehmer ist der effektive Zinssatz von Bedeutung. Das ist jener Zinssatz, den man tatsächlich bezahlt. Er setzt sich aus dem Leitzinssatz (der eben genannte EURIBOR) und dem Bankenaufschlag (auch Marge genannt) zusammen.

Bei fixen Zinsen einigt man sich mit der Bank auf einen gewissen Zeitraum (von wenigen bis hin zu 40 Jahren), in dem die Zinsen fix vereinbart werden. Es spielt dann keine Rolle, wie sich die Zinsen am Markt ändern. Die Rate bleibt immer konstant dieselbe. Die Bank nimmt dem Kreditnehmer Risiko ab. Dadurch ist der fixe Zinssatz allerdings auch etwas höher angesetzt als der variable Zinssatz.

Einen einfachen Überblick über den aktuellen Markt erhältst du in unserem stets aktuellem Kreditvergleich.

Bei variablen Zinsen hingegen, wird der Zinssatz alle drei oder zwölf Monate an das aktuelle Niveau des EURIBOR angepasst. Der Bankenaufschlag bleibt immer gleich.

Vor- und Nachteile von Fixzinsen

Vorteile Fixzins Nachteile Fixzins
Gewissheit bezüglich der monatlichen Rate Höher als variabler Zinssatz
Die Kosten für den Kredit können nicht steigen. Wenn der Kredit unterschrieben ist, profitiert man nicht, sollte der EURIBOR weiter sinken.

Vor- und Nachteile von variablen Zinsen

Vorteile von variablen Zinsen Nachteile von variablen Zinsen
Niedrigerer Effektivzinssatz Risiko des Zinsanstiegs
Wenn der EURIBOR sinkt, sinken auch die Zinsen. Ein Anstieg des EURIBOR kann die monatlichen Raten empfindlich in die Höhe treiben.

Je mehr monatliches Budget nach der Kreditrate übrig bleibt, desto eher kann man sich an den variablen Zins “wagen”. Wenn das Budget schon recht knapp bemessen ist, sollte man sich eher in Richtung Fixzins orientieren.

Ein Mittel zur Entscheidungshilfe ist die Berechnung einer fiktiven Rate. Diese Berechnung ziehen übrigens auch Banken in ihrer Risikobewertung heran. Dazu wird die Rate mit einem höheren Zinssatz (aktuell meist 4,5 %) berechnet. Du kannst unseren Kreditrechner zu diesem Zweck verwenden. Liegt diese Rate dann noch im leistbaren Budget für die Finanzierung, ist ein Zinsanstieg verkraftbar und dementsprechend der variable Zinssatz eine Option.

Außerdem besteht die Möglichkeit, den Anstieg der Raten bei variabler Verzinsung mit einem sogenannten Zinscap zu begrenzen.

Welche Arten der Baufinanzierung gibt es?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Bau eines Eigenheims zu finanzieren. Die häufigsten sind:

Hypothekarkredit

Das ist der klassische Kredit von einer Bank. Dabei wird das Haus als Sicherheit mit einem Pfandrecht der Bank belegt. Durch die aktuelle Niedrigzinsphase ist das sicher die beliebteste Form der Baufinanzierung. Man kann zwischen fixer und variabler Verzinsung wählen, die vom EURIBOR abhängt.

Bauspardarlehen

Das Bauspardarlehen erfreut sich immer noch großer Beliebtheit, selbst wenn diese Finanzierungsform durch den niedrigen Leitzins aktuell meist etwas teurer ist, als der Hypothekarkredit. Das Bauspardarlehen ist dafür mit einer Zinsobergrenze von 6% für 20 Jahre ausgestattet.

Übrigens: ein Bausparvertrag ist keine Voraussetzung für ein Bauspardarlehen.

Heutzutage spielen Fremdwährungskredite oder endfällige Kredite kaum mehr eine Rolle beim Hausbau.

Wohnbaukonto / Zwischenfinanzierung

Ein Problem, das viele Bauherren und -damen kennen, ist dass der doppelten Kosten während der Bauphase. Würde man den Kredit sofort zu Baubeginn in voller Höhe starten, würden die meisten monatlichen Budgets gesprengt werden, da ja die aktuelle Immobilie (egal ob Miete oder Eigentum) auch noch Kosten verursacht.

Zu diesem Zweck gibt es zwei Möglichkeiten: Das Wohnbaukonto und die Zwischenfinanzierung. Beides hat seine Vor- und Nachteile, die man am besten im persönlichen Finanzierungsgespräch auslotet.

So oder so gibt es am Finanzierungsmarkt mehrere praktische und kostengünstige Möglichkeiten, um eine doppelte monatliche Belastung deutlich zu reduzieren oder sogar gänzlich zu vermeiden.

Welche Nebenkosten fallen an?

Die Kaufnebenkosten von ca. 10,2% einer Baufinanzierung setzen sich wie folgt zusammen:

  • Grunderwerbsteuer 3,5%
  • Grundbucheintragung: 1,1%
  • Notarkosten (Kaufvertragserrichtung und Treuhandabwicklung): ca. 1,8% inkl. Mwst
  • Immobilienmakler: 3,6% inkl. Mwst. (Falls vorhanden)

Durch die Finanzierung kommen noch rund 5% Finanzierungsnebenkosten hinzu:

  • Grundbucheintragung (Pfandrecht der Bank): 1,2%
  • Bearbeitungsgebühr der Bank: 3%
  • Immobilienbewertung, Vertragserrichtung, Beglaubigungskosten, Sonstiges: 0,4% – 0,8%

Wenn du diese Kosten gerne exakt berechnen möchtest, kannst du unseren Nebenkostenrechner dazu verwenden.

Baufinanzierung – unterschiedliche Angebote

Es gibt eine breite Palette an Kreditinstituten, die für eine Finanzierung in Frage kommen. Unsere Finanzierungsspezialist*innen greifen dank jahrelanger Erfahrung auf die besten Angebote von über 80 Banken und Bausparkassen zu. Ein Vergleich mehrerer Angebote ist bei Finanzierungen unerlässlich. Minimale Differenzen im angebotenen Zinssatz machen riesige Unterschiede von mehreren zehntausenden Euro auf die Laufzeit aus.
Gerne übernehmen wir die Einholung und den Kreditvergleich für dich!

Häufige Fragen zur Baufinanzierung

Wie viel Spielraum sollte man bei der Baufinanzierung lassen?

Mindestens 10 bis 20% zusätzlich zu den veranschlagten Baukosten sollten als Sicherheitsreserve angesetzt werden.

Wie viel Eigenmittel werden benötigt?

Das absolute Minimum sollten die Kauf- und Finanzierungsnebenkosten von etwa 10 bis 15% sein. Besser sind 20 bis 30% der Projektkosten.

Wie viel Baufinanzierung kann ich mir leisten?

Das hängt vom monatlichen Einkommen ab und den vorhandenen Eigenmitteln. Eine Faustregel besagt, das nicht mehr als ein Drittel des monatlichen Einkommens für die Kreditrate verwendet werden sollten. Bei den Eigenmitteln sollten mindestens 10% bis besser 30% vorhanden sein.

Wann ist es günstig eine Baufinanzierung abzuschließen?

Aus Sicht des Zinsniveaus war es noch nie so günstig zu finanzieren wie aktuell. Durch die Corona Krise sind die Preise der Rohstoffe und Immobilien wieder etwas gestiegen. Je nachdem ob man selbst der Meinung ist, dass die Preise bald stark sinken oder steigen, wäre aktuell also ein guter bis sehr guter Zeitpunkt, eine Immobilie zu erwerben.

Wo bekommt man die günstigste Baufinanzierung?

Gerade in Österreich keine leichte Frage, da alle Banken und sogar Filialen österreichweit unterschiedliche Freigaberichtlinien und Konditionen anbieten. Daher haben wir uns darauf spezialisiert, mit über 80 Banken in Österreich Top Konditionen vor zu verhandeln. So finden wir bestimmt das optimale Angebot!

Welche Förderungen kommen in Frage?

Auch das ist in jedem Bundesland Österreichs unterschiedlich. Die Bandbreite reicht hier von Zinszuschüssen über rückzahlbare Förderungen bis hin zu nicht-rückzahlbaren Förderungen. Gerne unterstützen wir hier vor Ort.

Wie lange kann die Laufzeit einer Baufinanzierung sein?

Das wiederum hängt vor allem am Alter des Kreditnehmers und den Konditionen der Bank ab. Über unsere Partnerinstitute können wir Laufzeiten von bis zu 45 Jahren und mehr anbieten.

Fixe oder variable Zinsen?

Umso höher das monatlich frei bleibende Budget NACH der Kreditrate, desto eher kann eine variable Verzinsung gewählt werden. Diese ist etwas günstiger aber auch deutlich unsicherer, was schwankende Zinsen betrifft. Wer so oder so gerne im Voraus plant, kann sich aktuell aber sehr günstige Fixzinsen sichern. Es bleibt also eine Geschmacksfrage. Sicherheitsbewusste tendieren zur fixen Verzinsung.

Über den Autor: Mario Graf-Schantl
ist ausgebildeter Wohnfinanzberater seit 2010, hat sich 2016 selbständig gemacht und zeitgleich die OPTIFIN gegründet. Gemeinsam mit unseren Finanzierungsspezialist/innen in ganz Österreich ist es unser Ziel, online die "OPTImale FINanzierung" für unsere Kunden anbieten zu können. Dabei arbeiten wir völlig bankenunabhängig und ohne zusätzliche Kosten.

Mehr über Mario Schantl

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