Kostenlose Beratung | Tel: 0800 999 195
Nichts mehr verpassen:

Die Lebensversicherung als Absicherung für den Kredit

Die Ablebens- oder Risikolebensversicherung fängt die noch offenen Kreditraten auf, wenn der Kreditnehmer oder einer der Kreditnehmer bei Ehepaaren während der Laufzeit verstirbt. Dafür bezahlt man eine monatliche Prämie in die Versicherung ein, die Auszahlung wird erst bei Tod des Versicherungsnehmers fällig. Der Abschluss einer Ablebensversicherung ist auch außerhalb des Kreditkontextes möglich und muss gar nicht mit einer Finanzierung einhergehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Ablebensversicherung springt im Todesfall des Kreditnehmers ein und tilgt den offenen Restbetrag.
  • Bei Ehepaaren, die einen Wohnkredit aufnehmen, empfiehlt sich der Abschluss von Risikolebensversicherungen, um den jeweils anderen Partner bei Todesfall abzusichern.
  • Bei niedrigen Raten, die auch von einem der Ehepartner alleine bezahlt werden können oder Einzelpersonen, die einen Kredit aufnehmen, ist der Abschluss einer Lebensversicherung nicht nötig.
  • Die Kosten einer Ablebensversicherung hängen stark von persönlichen Faktoren ab und können nicht pauschal angegeben werden. Ein online Rechner kann aber hier sehr schnell aktuelle Angebote anzeigen.
  • Oft wird von Banken der Abschluss einer Ablebensversicherung für die Kreditvergabe vorausgesetzt.
  • Zur Absicherung eines Kredits kann die Risikolebensversicherung auch mit „fallender Versicherungssumme“ abgeschlossen werden.
  • Neben der Lebensversicherung zählen auch noch die Arbeitslosen- und die Berufsunfähigkeitsversicherung zu den möglichen Kreditausfallversicherungen.

Wann macht es Sinn, eine Ablebensversicherung abzuschließen?

Bei kleinen Konsumkrediten ist der Abschluss einer Ablebensversicherung nicht ratsam oder notwendig. Doch gerade bei Wohnkrediten mit hoher Finanzierungssumme sollte man sich den Abschluss einer solchen Lebensversicherung überlegen.

Empfehlenswert ist sie auf jeden Fall dann, wenn man als Ehepaar einen Immobilienkredit aufnimmt und die Rate nur durch beide Einkommen zu decken ist. Stirbt einer der beiden Kreditnehmer, so übernimmt die Versicherung die Hälfte der Kreditraten. Daher sollten beide Partner den jeweils anderen durch den Abschluss einer Ablebensversicherung schützen.

Sollte jedoch die Kreditrate einen nur sehr geringen Teil des Haushaltseinkommens ausmachen und auch von dem verbliebenen Ehepartner noch durch das Einkommen gedeckt werden können, ist eine Ablebensversicherung nicht nötig. Auch bei Einzelpersonen, die einen Kredit aufnehmen, raten unsere Finanzierungsexperten nicht explizit zum Abschluss einer Lebensversicherung.

Wie hoch sind die Kosten einer Ablebensversicherung?

Die Versicherungsprämien sind von verschiedensten Faktoren abhängig. Diese sind:

  • Alter des Versicherungsnehmers
  • Berufliche Tätigkeit
  • Raucher oder Nichtraucher
  • Vorerkrankungen
  • Gefährliche Hobbys oder GewohnheitenWas abgesichert werden soll: Kredit oder Angehörige/r

Aufgrund diese sehr persönlichen Merkmale ist eine pauschale Aussage über die monatliche Belastung nicht möglich.

Bei schweren Vorerkrankungen kann es übrigens passieren, dass der Versicherungsantrag abgelehnt wird. Je älter der Kreditnehmer, desto teurer wird die Versicherung. Raucher müssen mit einem Risikoaufschlag rechnen.

Kann die Bank den Abschluss einer Lebensversicherung vorschreiben?

Häufig verlangt die Bank als Voraussetzung für die Kreditvergabe den Abschluss einer Risikolebensversicherung. Wenn eine Bank die Versicherung voraussetzt, eine andere aber nicht (mehrere Kreditangebote können unsere Finanzierungsspezialist/innen vorlegen), ist es ein Rechenspiel, welche die bessere Variante ist – je nach Effektivzins. Übrigens muss die Bank, wenn sie einen Versicherungsabschluss verlangt, diese Kosten im Effektivzins berücksichtigen. Den Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzinsen kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

Fallende Versicherungssumme

Wird eine Ablebensversicherung zur Absicherung eines Kredits abgeschlossen, macht es Sinn, sich für die Variante „fallende Versicherungssumme“ zu entscheiden. Der offene Restbetrag wird über die Laufzeit immer weniger, daher benötigt man auch die Versicherung nicht mehr auf den vollen Kreditbetrag. Damit reduziert sich über die Laufzeit hinweg auch die Prämienvorschreibung.

Eine Ausnahme stellt der Generationenkredit dar, der tilgungsfrei ist, wodurch der noch nicht zurückgezahlte Finanzierungsbetrag über die gesamte Laufzeit hinweg gleich hoch bleibt.

Achtung bei Doppelversicherung

Es lohnt sich, die eigene Versicherung im Vorfeld zu kontaktieren, wenn man bereits in eine Risikolebensversicherung einzahlt. Eine Doppelversicherung macht keinen Sinn und oft akzeptieren die Banken eine bereits laufende Versicherung – auch wenn sie nicht konkret für den Kredit abgeschlossen wurde.

Im Übrigen ist man als Konsument auch nicht gezwungen, das Versicherungsangebot der Bank anzunehmen, auch wenn diese ein solches in der Regel schon vorlegt. Die Banken kooperieren mit Versicherungen, das bedeutet aber nicht, dass man als Kreditnehmer an den Kooperationspartner gebunden ist. Hole also mehrere Versicherungsangebote ein und vergleiche sie!

Welche Kreditversicherungen gibt es noch?

Neben der Ablebensversicherung kann sich der Kreditnehmer auch gegen Zahlungsunfähigkeit durch Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit versichern. Diese sogenannten Kreditausfallsversicherungen können einzeln (wie die Ablebensversicherung) oder auch in einem Gesamtpaket abgeschlossen werden. Mehr dazu in dem Beitrag „Kreditversicherung“.

Lebensversicherung und Kredit – das sollte man bedenken

Wenn Lebenspartner gemeinsam einen Kredit abschließen, ist es sinnvoll, den jeweils anderen durch eine Ablebensversicherung zu schützen. Die Ausnahme sind Kredite mit sehr geringen monatlichen Raten, die leicht durch nur eine/n der beiden gedeckt werden können.

Die Höhe der Prämie ist dabei maßgeblich von sehr persönlichen Lebensumständen abhängig. Oftmals verlangen Banken den Abschluss einer solchen Versicherung, um einen Kredit zu gewähren. Auch dann lohnt es sich, zu vergleichen.

Die Risikolebensversicherung zur Absicherung eines Kredits weist eine Besonderheit auf, nämlich die Möglichkeit eine „fallende Versicherungssumme“ zu vereinbaren, da mit laufender Rückzahlung der aushaftende Kreditbetrag reduziert wird. Dadurch sinken die monatlichen Kosten.

Über den Autor: Mario Schantl
ist ausgebildeter Wohnfinanzberater seit 2010, hat sich 2016 selbständig gemacht und zeitgleich die OPTIFIN gegründet. Gemeinsam mit unseren Finanzierungsspezialist/innen in ganz Österreich ist es unser Ziel, online die "OPTImale FINanzierung" für unsere Kunden anbieten zu können. Dabei arbeiten wir völlig bankenunabhängig und ohne zusätzliche Kosten.

Stell uns deine Frage

Deine Frage und unsere Antwort wird auf Wunsch anonymisiert, das bedeutet ohne Name und E-Mail Adresse hier veröffentlicht, um andern Lesern einen Mehrwert zu bieten. Wir können für die Informationen in den Antworten kein Gewähr auf Richtigkeit geben und keine Haftung übernehmen.

Stelle hier deine Frage