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Agrarfinanzierung

Neue Heizung, bauliche Investitionen für die Direktvermarktung, innovative Feldroboter, neuer Traktor, Stall oder Lagerraum: Zur Absicherung eines landwirtschaftlichen Betriebes sind kontinuierliche Investitionen zu tätigen.

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Fremdmittel für die Landwirtschaft

Zwar gibt es für Landwirte in Österreich zahlreiche Förderungen; zur Umsetzung größerer Vorhaben reichen diese jedoch oft nicht aus. Bei Ablehnung des Förderansuchens wegen Nichterfüllung der aktuell geltenden Fördervoraussetzungen und bei leeren Fördertöpfen können spezielle Finanzierungskonzepte für Landwirte die Lösung sein.

Sie ermöglicht beispielsweise auch die Finanzierung gebrauchter Maschinen und Geräte oder gebrauchter, technischer und baulicher Anlagen.

Agrarfinanzierung für Junglandwirte

Die erstmalige Aufnahme einer landwirtschaftlichen Tätigkeit durch Junglandwirte unter 40, die eine Landwirtschaft kaufen, pachten oder erben, wird mit der Existenzgründungsbeihilfe in der Höhe von maximal 15.000 Euro gefördert. Dieser Betrag deckt aber selten die gesamte Höhe der geplanten Investition ab, und wird zudem in manchen Fällen auch noch in Teilschritten ausbezahlt. Die Teilbeträge sind an spezielle Bedingungen, wie beispielsweise den Nachweis der Meisterausbildung, geknüpft.

Wer als Junglandwirt einen Betrieb übernimmt, hat jedoch in der Regel höhere Investitionen zu tätigen. Welche Maßnahme jedoch wie gefördert wird, ist gerade Einsteigern nicht ganz klar ersichtlich. Ein Abgleich der möglichen Fördermittel und die Aufstockung des Restbetrags durch eine Agrarfinanzierung ist ein gangbarer Weg, um in eine sichere Zukunft zu starten.

Agrarfinanzierung zum Ankauf von Grundstücken

Die aktuellen Grundstückspreise machen den Kauf aus eigenen Mitteln oft unmöglich und eine Förderung ist in manchen Bundesländern nicht vorgesehen. Eine langfristige Agrarfinanzierung macht den Kauf einer landwirtschaftlichen Fläche für alle österreichischen Bauern möglich. Gerade beim Kauf von Grundstücken sollte auf eine gute Finanzierungsberatung nicht verzichtet werden, da hier gewisse Fallstricke bei der Tilgung des Grundkredites lauern.

Unterschiedliche Kreditformen zur Finanzierung des landwirtschaftlichen Betriebes

Zu den gängigen Finanzierungsformen zählt vor allem der besonders günstige Agrarinvestitionskredit. Diese von der Bezirksbauernkammer mit bis zu 50%igem Zinszuschuss (im Berg- und benachteiligtem Gebiet) auf maximal zwanzig Jahre (bei baulichen Maßnahmen) geförderte Fremdfinanzierung kann jedoch nicht zur Umsetzung aller landwirtschaftlichen Maßnahmen in Anspruch genommen werden.

Die Förderhöhe kann durch die Bewilligung des Junglandwirtezuschlags, des Biozuschlags oder des Zuschlags für besondere Erschwernis aufgebessert werden. Handelt es sich jedoch um eine nicht förderbare Investition muss auf andere Finanzierungsformen zurückgegriffen werden.

Lang- und kurzfristige Darlehen für Landwirte

Zur Finanzierung des laufenden Betriebs stehen neben kurzfristigen Darlehen wie dem Kontokorrent– oder Dispokredit auch langfristige Darlehen wie der Ratenkredit oder der Hypothekarkredit zur Verfügung.

Der flexible Kontokorrent- oder Betriebsmittelkredit wird von Banken oft zur Zwischenfinanzierung bei Kunden mit geprüfter Bonität gewährt und fängt den Zeitraum zwischen Förderantrag und Förderbewilligung ab. Ein weiteres Einsatzgebiet dieser Agrarfinanzierung ist die kurzfristige Produktionsmittelfinanzierung. Für große Investitionen ist diese Finanzierungsform aufgrund der hohen Verzinsungssätze nicht geeignet.

Ein Ratenkredit (auch Landwirtkredit genannt) mit fixer oder variabler Verzinsung kann zur Finanzierung mittel- und langfristiger Investitionen sowie zur kurzfristigen Zwischenfinanzierung geförderter Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Diese Finanzierungsform ist zwar nicht ganz so flexibel wie der Kontokorrentkredit, dafür aber günstiger und individueller.

Wer in Boden oder Gebäude investiert, ist mit dem Hypothekarkredit am besten bedient. Er kann – ebenso wie der Ratenkredit – fix oder variabel verzinst werden. Diese langfristige Finanzierungsform bietet in der Regel günstige Konditionen, dafür trägt sich der Darlehensgeber zur Sicherstellung ins Grundbuch ein.

Eine weitere Finanzierungsform, welche in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen hat, ist Leasing und Mietkauf. Immer mehr Landwirte nutzen diese Angebote zur Anschaffung technischer bzw. landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen. Diese Art der Finanzierung ist bilanzneutral und liquiditätsschonend: Die Investition fließt nicht in die Bilanz ein. Die Höhe der Verschuldung bleibt unverändert. Aber auch hier ist Vorsicht oberstes Gebot. Ein Leasingvertrag ist nicht in jedem Fall die beste Lösung. Hier spielen die Ratingnoten und die Höhe der Maschinenauslastung eine große Rolle.

Agrarfinanzierungen vergleichen und Konditionen ausverhandeln

Ein Darlehen für Landwirte ist nicht immer einfach zu erhalten. Banken haben ein Faible für Vorhersehbares. Und da dies bei den schwankenden Einnahmen von Bauern nicht der Fall ist, sind sie mit der Angebotslegung sehr vorsichtig. Oft nehmen sie zur Berechnung eine fixe Einnahmen- und Ausgabenquote anhand von Anbaufläche und Tierbesitz an.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Diese gilt es, trotz der schwierigen Lage eines manchen Landwirtes ausfindig zu machen. Auf den Vergleich einer Agrarfinanzierung aufgrund schlechter Startbedingungen zu verzichten heißt, sich womöglich unwissentlich auf schlechte Konditionen einzulassen. Daher gilt hier: Nicht nur auf die Hausbank setzen, sondern so viele Angebote wie nur möglich einholen.

Ebenso wichtig wie der Vergleich verschiedener Angebote: Das Ausverhandeln der variablen oder fixen Verzinsung (p.a.) und der einmalig anfallenden Spesen. Gerade die Gebühren für die Eintragung ins Grundbuch, die Kontoführung oder für die Bearbeitung können stark abweichen und sind gut verhandelbar.

Unterstützung beim Einholen und Vergleichen von Angeboten erhält man bei einem erfahrenen Finanzierungsberater. Aber Experten für Finanzierungen im Agrarsektor sind rar.

OPTIFIN bietet unabhängige Spezialisten/innen zum Thema an, die sich um das Einholen der Angebote, den Vergleich, die Ausverhandlung der Konditionen und die gesamte Abwicklung kümmern. Unsere OPTIFIN-Finanzierungsspezialisten/innen kommen auf Wunsch zu ihren Kunden nach Hause, um ein unverbindliches Beratungsgespräch zu führen, in dessen Rahmen die passende Agrarfinanzierungsvariante erörtert und in Beziehung zu möglichen Förderungen gesetzt wird. Auf diese Weise erarbeiten wir individuelle Lösungen für den einzelnen Kunden.

Über den Autor: Detlef Krotz
Seit über 8 Jahren ist Detlef Krotz bereits in der heimischen Finanzbranche als Finanzierungsspezialist tätig. Er berät täglich Kunden und Partner, die sich mit der Finanzierung einer Immobilie beschäftigen.

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