9. Juli 2026 • 7 Min. Lesezeit

Checkliste für den Hauskauf

Der Hauskauf ist eine der größten finanziellen Entscheidungen, die man im Leben treffen wird. Das sollte gut vorbereitet sein. Wir haben für Sie und alle baldigen Hausbesitzer eine Checkliste mit den wichtigsten Schritten beim Hauskauf zusammengestellt.

Kaufvertrag-Haus

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Das Wichtigste in Kürze

  • Noch bevor die Suche nach dem passenden Haus beginnt, muss das Budget abgesteckt werden.
  • Entweder suchen Sie selbst auf Online-Plattformen oder schwarzen Brettern der Gemeinde oder Sie beauftragen einen Immobilienmakler.
  • Schauen Sie sich die Lage gut an, begutachten Sie Haus und Grundstück und stellen Sie fest, ob der Kaufpreis marktgerecht ist.
  • Holen Sie sich mehrere Finanzierungsangebote ein oder lassen Sie das die OPTIFIN Experten für Sie übernehmen.

 

Worauf sollte man beim Hauskauf achten?

Im Zusammenhang mit einem Hauskauf gibt es zahlreiche Aspekte, die Kaufinteressenten und zukünftige Immobilieneigentümer beachten sollten. Davon betroffen sind mehrere Bereiche, insbesondere:

Hauskauf Checkliste

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Dabei handelt es sich lediglich um die wichtigsten Themen, die wir nun Schritt für Schritt im Detail ansehen werden.

Budget berechnen für den Kauf eines Hauses

Zusätzlich zum reinen Kaufpreis kommen inkl. Finanzierungsnebenkosten etwa 10 % an Kaufnebenkosten hinzu. Zudem sollte man bei einem Bauprojekt noch weitere 10 % als Spielraum für Unvorhergesehenes einplanen. Bei einem alten Haus, das renoviert wird, sogar 20 %.

Noch bevor Sie sich nach einem neuen Eigenheim umsehen, sollten Sie Ihr Budget kennen. Eine Vielzahl von Rechnern steht Ihnen bei uns auf OPTIFIN.at gratis zur Verfügung, um hier einen guten Überblick zu bekommen:

Als Erstes sollte man wissen, welche Kosten beim Kauf eines Hauses überhaupt anfallen. Gerne können Sie das mit dem OPTIFIN Nebenkostenrechner ermitteln. Sehen Sie sich auf einer Immobilienplattform einfach die aktuellen Kaufpreise von Immobilien in der gewünschten Größenordnung sowie in der entsprechenden Region an und geben Sie die Daten in den Nebenkostenrechner ein.

Diese Kosten sollten Sie auf jeden Fall im Blick behalten:

  • Kaufnebenkosten
    • Grundbucheintragungsgebühr (1,1%)
    • Kaufvertragsgebühren (ca. 2%)
    • Grunderwerbsteuer (3,5%)
    • optional: Immobilienmakler (ca. 3,6%)
  • Finanzierungsnebenkosten
    • Grundbucheintragungsgebühr – Hypothek (1,2%)
    • Immobilienbewertung, Beglaubigungskosten etc. (ca. 0,2%)
    • Bearbeitungsgebühr Bank (ca. 3%)
  • Grundstück
    • inkl. Aufschließungskosten
  • Bei Bau -> Baunebenkosten
    • Versicherungen
    • Genehmigungsgebühren
    • Baustelleneinrichtung
    • Puffer für Unvorhersehbares

Wie findet man ein passendes Haus?

Erst, wenn das Budget abgesteckt ist, kann die Suche nach dem neuen Domizil beginnen. Die meisten Immobilien, die zum Verkauf stehen, sind online gelistet.

Dafür gibt es unterschiedliche Internetplattformen, auf denen man nach Größe, Preis, Lage etc. filtern kann. Manchmal jedoch ist es ratsam, mit der jeweiligen Gemeinde direkt Kontakt aufzunehmen. Auch auf schwarzen Brettern werden immer wieder Immobilien angeboten. Wer keine Zeit hat, selbst zu suchen, kann einen Immobilienmakler beauftragen, der die Suche übernimmt.

Das ist natürlich nicht gratis – je nach Verhandlungsgeschick sind es maximal 3 % vom Kaufpreis plus 20 % Steuer, natürlich nur, wenn der Makler die Immobilie erfolgreich vermittelt hat.

Ist der Kaufpreis fair und marktgerecht?

Auch wenn der Wert einer Immobilie immer etwas Subjektives ist, sollte man sich die Frage stellen, ob der Kaufpreis gerechtfertigt ist. Das lässt sich beurteilen, indem die Preise ähnlicher Immobilien in derselben oder einer vergleichbaren Lage einander gegenübergestellt werden.

Sehen Sie sich die Angebote auf den Immobilienplattformen an und versuchen Sie zu eruieren, ob die Preiskategorien übereinstimmen. Was Sie außerdem tun sollten: Fragen Sie bei der Gemeinde den örtlichen Wohneigentumsspiegel ab. Das ist der Quadratmeterpreis für Wohnraum in dieser Region. Im Zweifelsfall ist es auch sinnvoll, einen Gutachter für die Bewertung heranzuziehen. Auch erfahrene Immobilienmakler sind sehr gute Ansprechpartner, was das Einschätzen des Kaufpreises angeht.

Worauf sollte man bei der Besichtigung achten?

Bevor ein neues Haus gekauft wird, muss ein passendes Objekt gefunden werden. Dabei spielt in erster Linie die Lage eine Rolle.

Es gibt die sogenannte Mikro- und die Makrolage.

Mit der Makrolage ist die Region oder die Stadt gemeint, in der sich die Immobilie befindet.

Die Mikrolage hingegen bezeichnet die Lage des Hauses innerhalb der Stadt, also insbesondere den Stadtteil oder auch die Straße. Im Zusammenhang mit der Suche sollten Kaufinteressenten vor allem auf die folgenden Punkte achten:

  • Unmittelbare Umgebung (Nachbarschaft)
    • Kann Lärmbelästigung auftreten? Zu anderen Tageszeiten?
    • Sind neue Straßen oder Bahngleise geplant?
    • Wie sieht die Nahversorgung aus?
  • Verkehrsanbindung
    • Wie weit bis zur nächsten Autobahn?
    • Öffentliche Verkehrsmittel und Bahnhof in der Nähe?
  • Infrastruktur
    • Einkaufsmöglichkeiten
    • Ärzte
    • Spielplätze
  • Wohnfläche
    • Wie ist die Raumaufteilung?
    • Wie ist die Sonneneinstrahlung und welche Beschattungsmöglichkeiten gibt es?
  • Grundstücksfläche
    • Ist das Grundstück eben?
    • Was war in der Vergangenheit auf dem Grundstück?
    • Sind alle Anschlüsse schon vorhanden oder noch zu legen?
    • Gibt es Zufahrtsmöglichkeiten?
    • Wie hoch ist der Grundwasserspiegel?
    • Gab es in der Vergangenheit Hochwasser?
    • Gibt es Hangrutschgefahren?
    • Ist das Grundstück einsichtig und wie ist die Distanz zu den Nachbarn?
  • Zustand des Hauses
    • Welches Baujahr hat das Haus?
    • In welchem Zustand befindet sich die Bausubstanz?
    • Wie wurde das Haus gebaut (Ziegelmassiv, Fertigteil, usw.)?
    • Betriebskostenabrechnung prüfen
    • Welche Technik wurde verbaut und wann ist diese zu erneuern/warten (Heizung, sanitäre Einrichtung, Elektrik)?
    • Welche Dämmstoffe wurden verwendet?
    • In welchem Zustand ist das Dach und dessen Dämmung und Isolierung?
    • Gibt es Schäden durch Feuchtigkeit?

Wenn der Verkäufer beim Besichtigungstermin anwesend ist, lohnt es sich auch, das Gespräch mit diesem zu suchen. Man erkennt in der Regel relativ schnell, wie mit der Instandhaltung der Immobilie umgegangen wurde.

Was ist bei der Immobilienfinanzierung zu beachten?

Im nächsten Schritt geht es darum, das gewünschte Haus zu finanzieren. Gleich vorweg: Unsere Finanzierungsspezialist:innen helfen Ihnen gerne dabei, entsprechende Angebote einzuholen und zu vergleichen. Kostenlos und unverbindlich.

Der Haushaltsrechner hat bereits Aufschluss darüber gegeben, wie hoch die monatliche Zusatzbelastung durch den Hauskredit sein kann. Dementsprechend sollte nun auch die weitere Planung vorangehen. Wichtig sind dabei folgende Fragen:

  1. Wie hoch ist der gesamte Finanzierungsbedarf?
  2. Wie viel Eigenmittel stehen zur Verfügung (die Quote sollte bei 10 – 30 % von Kaufpreis plus Nebenkosten liegen)?
  3. Bevorzugen Sie eine fixe oder eine variable Verzinsung?
  4. Gibt es Förderungen die für das Projekt in Frage kommen?
  5. Welche Kreditform ist am besten geeignet? Hypothekarkredit oder Bauspardarlehen?
  6. Was ist die richtige Laufzeit? Wir raten immer zu einer möglichst langen Laufzeit, um das Risiko zu minimieren. In unserem Artikel zum Thema „Richtige Laufzeit“ erfahren Sie, warum.
  7. Wie hoch soll die Kreditrate sein? Die Fragen zur Laufzeit und der Kreditrate gehen natürlich Hand in Hand miteinander.

All diese Fragen müssen geklärt werden, um letztendlich die optimale Baufinanzierung zu finden. Je nach Marktlage kann es äußerst empfehlenswert sein, eine möglichst lange Fixzinsphase zu wählen und sich die Zinskonditionen damit für einen sehr langen Zeitraum zu sichern.

Bei allen Punkten sollte auch die Zukunft realistisch mitbedacht werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die monatliche Rate auch später noch gut leistbar ist.

Kaufvertragsunterzeichnung

Selbst das Kaufanbot sollte erst gelegt werden, wenn die Finanzierung geklärt ist und die Bank eine Finanzierungszusage ausgestellt hat. Wenn Käufer, Verkäufer und Bank sich einig sind, geht es an die Erstellung des Kaufvertrages. Wer diesen aufsetzt, ist Abmachungssache. Da die Kosten meist der Käufer trägt, lässt dieser ihn meist auch erstellen. Tatsächlich kann man einfach als Privatperson den Kaufvertrag schreiben. Er ist gültig, wenn alle Bestandteile darin enthalten sind. Wir empfehlen aber, einen Anwalt oder direkt einen Notar, der dann auch zur Beglaubigung herangezogen wird, zu beauftragen.

Eigentumsübertrag und Eintragung ins Grundbuch

Nach der notariellen Beglaubigung der Vertragsunterzeichnung folgt die Eintragung ins Grundbuch. Erst damit geht das Eigentum auch rechtlich auf Sie über. Die Kosten der Grundbucheintragung haben wir bereits in den Kaufnebenkosten erfasst. Der Notar übermittelt den beurkundeten Vertrag an das Bezirksgericht, dort erfolgt die Eintragung. Auch das Pfandrecht der Bank muss übrigens ins Grundbuch eingetragen werden.

Ihre persönliche Checkliste für den Hauskauf

Die OPTIFIN Checkliste für den Hauskauf soll Sie auf dem Weg ins Eigenheim führen. Gerne helfen unsere Finanzierungsspezialist:innen auch persönlich. Gerade bei Budget- und Kreditfragen sind wir ohne zusätzliche Kosten und unverbindlich für Sie da.

Was gehört auf eine Checkliste für den Hauskauf?

Eine gute Hauskauf-Checkliste begleitet Sie durch alle Schritte: das Budget realistisch festlegen, ein passendes Haus finden, den Kaufpreis auf Marktgerechtigkeit prüfen, die Immobilie sorgfältig besichtigen, die Finanzierung sichern und schließlich Kaufvertrag und Grundbucheintragung abwickeln. So behalten Sie den Überblick und übersehen keinen wichtigen Punkt. Bei der Finanzierung begleiten wir Sie von Anfang an.

Wie ermittle ich mein Budget für den Hauskauf?

Ausgangspunkt ist Ihre Haushaltsrechnung: Wie viel bleibt nach allen Ausgaben monatlich für eine Kreditrate übrig? Dazu kommen Ihre Eigenmittel und die Kaufnebenkosten von rund 10 Prozent, die Sie ebenfalls einplanen müssen. Aus leistbarer Rate, Laufzeit und Zinssatz ergibt sich die mögliche Kreditsumme und damit Ihr Gesamtbudget. Wir rechnen das vorab gemeinsam mit Ihnen durch.

Worauf sollte ich bei der Besichtigung eines Hauses achten?

Achten Sie auf den baulichen Zustand, etwa Dach, Fassade, Fenster, Heizung und mögliche Feuchtigkeitsschäden, sowie auf die Lage, die Grundstücksbeschaffenheit und die Infrastruktur. Fragen Sie nach Baujahr, durchgeführten Sanierungen und den laufenden Kosten. Bei Unsicherheit lohnt sich eine zweite Besichtigung, gegebenenfalls mit einem Sachverständigen. So vermeiden Sie teure Überraschungen nach dem Kauf.

Wann sollte ich die Finanzierung beim Hauskauf klären?

Möglichst früh, am besten vor der konkreten Haussuche oder spätestens vor Abgabe eines Kaufanbots. In Österreich kann ein Kaufanbot rasch verbindlich werden, deshalb sollten Sie vorher wissen, welches Budget realistisch ist und dass die Bank mitzieht. Mit einer Finanzierungszusage im Rücken treten Sie sicherer auf. Wir klären Ihren Rahmen kostenlos vorab.

Wie läuft die Eigentumsübertragung beim Hauskauf ab?

Nach der Einigung wird der Kaufvertrag von einem Rechtsanwalt oder Notar errichtet, der Kaufpreis läuft meist über ein Treuhandkonto. Erst wenn die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, wird das Geld freigegeben und Ihr Eigentum im Grundbuch eingetragen. Die Grundbucheintragung schließt den Kauf rechtlich ab. Wir sorgen dafür, dass die Finanzierungsmittel rechtzeitig bereitstehen.

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